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Reformierte Kirche Mandach
Pfründmatt 35

5318 Mandach

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Das Sekretariat ist jeweils am Mittwochmorgen besetzt.

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Unsere Kirche

Die romanische Kirche stammt aus der zweiten Hälfte des
11. Jahrhunderts. Den schlichten protestantischen Predigtsaal betritt man durch das Turmuntergeschoss. Der hintere Teil der Kirche wird durch die Empore geprägt, der Chor durch das Glasfenster von Fritz Strebel, das 1982 entstanden ist und Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl zeigt. Zu sehen sind in dem Bild auch Weizenfelder und Reben, also Brot und Wein, sozusagen aber auch die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Region. Denn in Mandach liegen die höchstgelegenen Rebberge des Aargaus.

Ölbergfresko in der Kirche

Das spätgotische Wandgemälde auf der Nordseite stammt aus der Zeit zwischen dem Mandacher Dorfbrand 1518 und der Einführung der Reformation 1528. Die Darstellung der Ereignisse im Garten Getsemani gehörte während Jahrhunderten zu den beliebtesten Szenen des Passionszyklus. 

   

Zu sehen sind der betende Jesus, rechts unten der schlafende Jünger Johannes mit der Bibel unter dem Arm. An den Baum angelehnt schläft Jakobus und ganz links Simon Petrus, aus dessen Gewand ein Schwertknauf ragt. Links oben treten Soldaten der Tempelwache durch das Tor in den Garten ein. Sie werden von Judas angeführt. Die gestreifte Kleidung der Soldaten scheint für die Zeit der Reformation typisch zu sein. Judas, der Verräter, trägt ein gelbes Gewand. Sogar ein Hund ist auf dem Bild zu sehen!  
  

Im Hintergrund lassen sich die Mauern von Jerusalem erkennen. Davor ist ein See zu sehen auf dem ein kleines Schiff voll Menschen schwimmt.
 

Rechts oben bei den Felsen erscheint ein Engel mit einem Kreuz in der Hand. Der Engel stärkt den verzweifelten Jesus, seinen Weg doch weiter zu gehen. Jesus betete nämlich zu Gott: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber. Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst.“

 

Erst im Jahre 1962 wurde das Bild bei Renovierungsarbeiten wiederentdeckt durch den damaligen Pfarrer Hans Walter Huppenbauer und den Posthalter und Kirchenpfleger Willi Keller. Die Wiederentdeckung war eine Sensation, denn von diesem Fresko wusste niemand mehr etwas, wurde es doch anfangs des 17. Jahrhunderts übermalt, um der Reformation Nachdruck zu verschaffen.